Stellen Sie sich eine Welt vor, in der alles funktioniert. Trotzdem sitzt in dieser makellosen Welt ein Mann am Fenster und trinkt einen Tee, den er nicht bestellt hat. Und er fragt sich, was ihm fehlt.

Aus dem Vorwort

Buchcover 42 n. KI von Fritz J. Bicker

Das Jahr 2068 hat keine Probleme mehr.
Nur noch Fragen.

Die Strassen reparieren sich über Nacht. Formulare füllen sich von selbst aus. Das System kennt den Körper besser als der Arzt. Fünf Menschen in Zürich leben in dieser Welt, jeder auf seine Art, und alle stellen sich dieselbe Frage: Was entscheide eigentlich noch ich?

«42 n. KI» folgt einem Jahr in zwölf Kapiteln. Zwölf Monate, fünf Figuren, eine Stadt, die funktioniert wie eine Uhr. Und mittendrin der hartnäckige Rest, der sich nicht wegoptimieren lässt.

FormatRoman, Taschenbuch
ISBN979-8194551576
VerlagBAV Trend GmbH, Zürich
Erste Auflage2026

Fünf Leben. Ein Pflegezentrum. Zwölf Monate.

Was diese fünf Menschen verbindet, wissen sie am Anfang selbst nicht. Die Maschine weiss es längst. Sie sagt nur nichts.

Januar · April · Juni · November

Thomas

Projektleiter. Er baut ein Pflegezentrum, rettet drei alte Bäume und schreibt ins Pflichtfeld: «Atmosphäre».

Februar · Juni

Ulrich

Lagerchef. Er druckt Materiallisten auf Papier aus und findet den Fehler, den das System übersehen hat.

März · Juli

Tina

Zentrumsleiterin. Sie weiss: Wer lange nicht urteilen muss, kann verlernen, es zu tun.

April · August

Samantha

Ein Kind. Sie sieht Dinge, die Erwachsene längst aufgehört haben zu sehen.

Mai · September

Frieda

Alte Frau. Sie nimmt einen Schlüssel mit, der in keine Tür mehr passt. Sie weiss warum.

Kapitel 01 · Januar 2068 · Thomas

Er klickt auf «Ablehnen». Das System fragt nach einer Begründung. Pflichtfeld. Thomas schreibt: «Pflegezentren brauchen Menschen an der Rezeption. Auch um drei Uhr morgens.»

Er stellt sich vor, wie es wäre, mit zweiundachtzig Jahren nachts aufzuwachen, den Flur entlangzugehen und am Empfang ein freundliches Gesicht zu sehen. Dann stellt er sich dieselbe Szene vor. Nur steht dort kein Mensch, sondern ein Bildschirm. Der Bildschirm lächelt auch. Aber es ist nicht dasselbe.

Das «Delegationsparadox»: Wer dauerhaft weniger entscheidet, verliert das Gefühl, gebraucht zu werden. Effizienz kann vieles steigern. Das Gefühl, einen Unterschied zu machen, gehört offenbar nicht dazu.

Aus Kapitel 01 · Studie der ETH Zürich 2061 (fiktiv)

Fritz J. Bicker, Autor

Fritz J. Bicker

Organisationsberater · Inhaber BAV Trend GmbH · Zürich

Fritz J. Bicker ist eidg. Organisator und arbeitet seit 30 Jahren an der Schnittstelle von Führung, Struktur und menschlichem Urteil. In Organisationen des Gesundheitswesens, der Finanzdienstleistungen und der Hotellerie hat er beobachtet, was passiert, wenn Systeme Entscheidungen übernehmen, ohne dass jemand fragt, wer danach noch verantwortlich ist.

«42 n. KI» ist sein erster Roman nach diversen Sachbüchern. Die Frage dahinter ist nicht neu. Nur die Dringlichkeit.

www.bav.ch

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